Briefe an den Gemeinderat

(Bild von Dominik Schraudolf auf Pixabay)

Mehr als die Hälfte des Gemeinderats war bei unserem Symposium „100 % klimaneutrales Oberstdorf“ im Oktober 2021 mit dabei. Während der Diskussion hat Bürgermeister Klaus King angekündigt, dass demnächst im Gemeinderat ein Klimaschutzkonzept vorgestellt werden soll. Das ist wohl erfolgt, allerdings in nichtöffentlicher Sitzung, so dass wir über die Inhalte noch nichts wissen.

Unsere Nachfrage, wann das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, wurde bisher nicht konkret beantwortet.

Wir haben daher an alle Gemeinderäte zwei Briefe adressiert:

  • Der erste Brief wurde noch vor Weihnachten versendet. Er weist darauf hin, dass die Aufzeichnungen unseres Symposiums bereit gestellt wurden. Insbesondere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die beim Symposium nicht mit dabei waren, können sich die Informationen in Ruhe ansehen.
  • Der zweite Brief wurde am letzten Freitag versendet. Er schlägt vor, dass in Oberstdorf der European Energy Award, der 2010 abgebrochen wurde, wieder aufgenommen wird. Ferner soll als koordinierendes Gremium ein Klimabeirat eingerichtet werden. Auch haben wir nochmals nachgefragt, wann das Klimaschutzkonzept der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Unser Ziel ist, dass die Anregungen vom Gemeinderat in die anstehenden Diskussionen zum Klimaschutzkonzept aufgenommen werden.

Ein Gedanke zu „Briefe an den Gemeinderat“

  1. Ich habe vor zwei Jahren (6.3.2020) eine Mail an alle Fraktionen und an die Verwaltung geschickt. Und wen wundert es: Es kam nie eine Antwort. Weder von den Fraktionen, noch von der Gemeinde. Wie wichtig Ökologie und Wirtschaft und Fremdenverkehr ist, ist den meisten im Rat immer noch nicht bewusst. Weiter so, wird für uns ja noch reichen ist ja auch einfacher.
    Hier kopiere ich den Text mal rein:
    Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

    seit Jahren sind meine Familie und ich Gäste in Oberstdorf, sowohl im Winter als auch im Sommer. und jedes Mal frage ich mich….Skifahren ist energieintensiv und die Ressourcen unserer Erde sind begrenzt. Deshalb wundert es mich immer wieder, warum man nicht auch in Skigebieten die Windenergie nutzt und dort wo der Strom benötigt wird, diesen auch zu produzieren.
    Oben auf der Kampenwand ist Platz für mindestens drei große Horizontalwindräder und bestimmt für 10 Vertikalanlagen. Und da bläst der Wind im Sommer wie im Winter. Und solche Anlagen sind auch nicht hässlicher wie Liftanlagen und Bergrestaurants.
    Es ist mir bewusst, dass man sich gerne hinter diversen Vorschriften versteckt. Umweltschutz, 1000m, bayerische Sonderregelungen,etc….
    Meine Frage an Sie:
    Bestehen konkrete Absichten sich dieser Aufgabe zu stellen oder wollen die bayerischen Gemeinden sich der Zukunft verweigern?
    Welche Möglichkeiten sehen sie vorbei an Regelungen) z.B Pilotanlagen zu beantragen? (Bis sich der Landtag mal bewegt)
    Es gibt kleine Windkraftwerke die auf Strommasten und Liftsäulen montiert werden können. Kennen Sie diese Technologie? Haben Sie die Machbarkeit untersucht?
    Ist es vorstellbar die Becken für die künstliche Beschneiung parallel als Pumpspeicherkraftwerke zu verwenden?
    Haben Sie in Ihrer Gemeinde eine Verantwortlichen der für die vollständige Nutzung aller alternativen Quellen zuständig ist und sich auch kümmert?

    Ich bin mir sicher, dass es viele Gäste gibt, die in Zukunft die Auswahl des Urlaubszieles auch auf solche Kriterien achten werden.

    Im Übrigen wird es auch höchste Zeit etwas zu tun und nicht immer auf die anderen zu warten. Auch in Oberstdorf merkt man den Klimawandel schon.

    Mit freundlichem Gruß

    Markus Kürschner
    Goldmühlestraße 99-2
    71065 Sindelfingen

    P.S.: Ich bitte um die Weitergabe an die Fraktionen und freue mich auf eine Stellungsnahme

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