Wasserstoff aus Marokko?

(Bild von Markus Distelrath auf Pixabay)

Zum Thema Wasserstoff gibt es vielfältige Meinungen. Die einen sehen darin das Wundermittel um unsere Energieprobleme zu lösen, die anderen merken an, dass bei genauem Hinschauen zumindest noch eine ganze Reihe Probleme zu lösen sind.

Die Agora Energiewende zeigt in ihrer Studie ‚Klimaneutrales Deutschland‚ sehr konkret wie eine Wasserstoffstrategie für Deutschland bis 2050 ausgestaltet werden könnte. Dabei wird gezeigt, dass nur knapp ein Drittel des Wasserstoffs in Deutschland hergestellt würde. Der Rest muss aus dem Ausland importiert werden. Ohne Frage darf das nur grüner Wasserstoff sein, also solcher, der aus erneuerbarem Strom erzeugt wird.

Welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind, zeigt ein Essay der Heinrich-Böll Stiftung ‚Grüner Wasserstoff aus Marokko – keine Zauberformel für Europas Klimaneutralität wo verschiedene Aspekte – technische und politische – diskutiert werden.

Derzeit wird bereits Strom nach Spanien exportiert. Madrid macht sich nun dafür stark, dass dafür die EU-CO2 Steuer fällig wird. Wenn Marokko nun um der Steuer zu entgehen nur noch erneuerbaren Strom nach Europa liefert, wird der für die Marokkaner verfügbare Strom entsprechend schmutziger und das bei einem steigenden Anteil von Kohlestrom (+ 70 % seit 2014).

Marokko möchte zum Weltmarktführer für Wasserstoff aufsteigen, dann aber bitte so, dass dies nachhaltig und auch zum Nutzen der einheimischen Bevölkerung geschieht.

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