Milliarden Menschen sind aufgrund des Klimawandels von Wassernotstand bedroht. Und trotzdem wird es weiter im großen Stil verbraucht. Nun haben die Vereinten Nationen einen Bericht veröffentlicht, der die Dramatik aufzeigt. Der Wissenschaftler Professor Kaveh Madani, Direktor des UN-Universitätsinstituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit, der federführend an der Studie beteiligt war, hat erstmals eine formale Definition für „Wasser-Bankrott“ vorgelegt. Der Begriff beschreibt einen Zustand, in dem menschliche Wassersysteme ihre hydrologischen Kapazitäten dauerhaft überschritten haben – mit irreversiblen Schäden für Natur und Gesellschaft. Der Unterschied zwischen einer Wasserkrise und einem Wasser-Bankrott ist, so Madani, dass bei letzterem eine Rückkehr zu normalen Verhältnissen nicht mehr möglich ist. Der Wissenschaftler fordert einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Wasser. Statt auf technische Lösungen zu setzen, die nur die Symptome bekämpfen, müsse die Menschheit lernen, sich an die neue Realität anzupassen, und den Wasserverbrauch drastisch zu reduzieren.
Quelle > Kreisbote Newsletter vom 23.1.2026


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