Stefan Gössling forscht an einer Universität in Schweden zu nachhaltigem Tourismus und Veränderungen im Reiseverhalten. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau zeigt er auf, wie Klimawandel und künstliche Intelligenz das Reisen verändern. So beobachtet er, dass auch zunehmend in den kühleren Regionen die Probleme zunehmen, so gäbe es vielerorts mehr Starkregen, ein höheres Waldbrandrisiko, stärkere Stürme, Erosionen an den Küsten. „Das sind alles Dinge, die nicht vorhersehbar sind.“ Das hat auch Auswirkungen auf Reiseversicherungen, die populärer aber auch teurer werden, um die materiellen Folgen für Reisende die durch klimabedingte Einschränkungen entstehen, abzufangen. Gössling spricht auch über die Folgen von Künstlicher Intelligenz für den Tourismus. „Es fließen gerade Unmengen an Geld in die Entwicklung von KI. Tourismus ist ein Feld, das den großen KI-Konzernen viel Geld einbringen wird. Schon heute fragen Leute ChatGPT: Ich will nächste Woche in den Urlaub – such mir mal günstige Angebote mit Sonne und Strand. Die KI wird der persönliche digitale Assistent bei der Reiseplanung.“ Wie macht man eigentlich nachhaltig Urlaub? lautet eine der Fragen, auf die der Tourismusforscher zumindest einen Tipp parat hat, der einigen Urlaubern nicht gefallen wird. Die Hoffnung, daß das Reisen der Menschen in Zukunft nachhaltiger wird, hat er übrigens wenig. Grund: die „Boomer“ gehen in Rente und somit steigt die Reisebereitschaft.
Quelle > Newsletter FR-Klima vom 27.2.2026


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