Klimarettung trifft Humusrevolution – Wie Pflanzenkohle das Klima entlastet

Immer wieder versuchen Wissenschaftler:innen technische Methoden zu entwickeln, wie CO2 in der Atmosphäre gebunden werden kann. Manchmal setzen sich Technologien nicht durch, obwohl sie eigentlich nur Vorteile mit sich bringen. Pflanzenkohle, mit der man CO2 aus der Atmosphäre binden kann, zum Beispiel. Die Pflanzen nehmen bei der Photosynthese CO2 auf. Der in ihnen gebundene organische Kohlenstoff gelangt aber normalerweise nach ihrem Absterben größtenteils wieder in die Atmosphäre. Nimmt man allerdings Biomasse – zum Beispiel Holzschnitt, Schilf oder Schalen – und verkohlt sie in einem sogenannten Pyrolyseofen bei sehr heißen Temperaturen und unter Ausschluss von Sauerstoff, dann entsteht Pflanzenkohle. Ein Teil des Kohlendioxids ist darin für sehr lange Zeit fest gebunden. Diese Klimakohle kann dann zum Beispiel auf Kompost beigemischt oder direkt auf Felder aufgebracht werden und bereichert dort auch noch die Böden. Das Verfahren hat indigene Techniken zur Bodenverbesserung aus dem Amazonas zum Vorbild, die sogenannte Terra Preta. Ute Scheub, Journalistin und Buchautorin, u.a. zu den Themen Terra Preta und „Humusrevolution“ hat dazu einen lesenswerten Artikel in der Taz geschrieben. Siehe Link.

Quelle > Taz-Newsletter Team Zukunft vom 8.1.2026 

Link zum Beitrag

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert